Wandern für die Gesundheit

Bewegung und frische Luft sind zwei wichtige Aspekte für die eigene Gesundheit. Aus diesem Grund entscheiden sich auch viele Menschen für regelmäßigen Sport. Oftmals werden dafür Sportarten, wie Joggen, Radfahren oder auch Schwimmen ausgewählt. Denn diese lassen sich auch ganz hervorragend nach dem Feierabend absolvieren. Aber wie sieht es denn eigentlich mit dem Wandern aus? Dabei denken viele sicherlich direkt an einen Urlaub in den Bergen, einen Rucksack und eine Wanderroute, welche durch die Natur führt. Im Grunde ist dieser Gedanken auch überhaupt nicht so abwegig, allerdings gibt es noch eine weitere Form des Wanderns – das Gesundheitswandern. Und genau diese Form kann auch hervorragend in den Alltag integriert werden.

Was ist Gesundheitswandern?

Auch die gesetzlichen Krankenkassen haben bereits erkannt, dass sich viele Menschen viel zu wenig bewegen. Das wiederum kann sich sehr negativ auf die Gesundheit der Betroffenen auswirken. Also musste gehandelt werden. So wurde 2013 das Gesundheitswandern von vielen Krankenkassen anerkannt. Hier wird das Wandern mit verschiedenen Fitnessübungen kombiniert. Heraus kommt eine sehr schöne Sportart, bei der auch noch eine Menge kommuniziert werden kann. Schließlich wandert man ja nicht gerne allein durch die Welt. Die Gruppen bestehen in der Regel aus mehreren Teilnehmern und werden von einem ausgebildeten Gesundheitswanderführer angeleitet. So ist auch immer ein kompetenter Ansprechpartner vor Ort, falls es doch einmal zu Fragen oder Problemen kommen sollte.

Wo und wie wird gewandert?

Das Schöne am Gesundheitswandern ist die Tatsache, dass dieses auch spontan nach der Arbeit praktiziert werden kann. Das sogenannten “After-Work-Walking” führt dann durch die städtischen Parkanlagen oder kleinen Wälder, die sich in der Nähe befinden. Aber auch am Wochenende kann das Gesundheitswandern seinen Nutzen haben. Dann haben die meisten Menschen einfach mehr Zeit und auch die Lust, sich ein wenig mehr zu bewegen. Während des Wanderns dürfen natürlich auch die Pausen nicht fehlen. Diese werden gerne einmal auf einer schönen Wiese oder an einem interessanten Aussichtspunkt verbracht. Hier kann ein wenig geredet oder die Natur genossen werden. Aber auch spezielle Dehn- und Atemübungen sollten auf dem Programm stehen. All diese Aspekte machen das Gesundheitswandern erst so richtig aus.

Nicht nur die Gesundheit wird sich freuen

Sich zu bewegen ist schon einmal eine sehr gute Voraussetzung, um später im Alter auch noch gesund und fit zu sein. Deshalb bietet sich das Gesundheitswandern auch wirklich für jede Altersgruppe an. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Neben der Kraft, Ausdauer und Koordination wird auch die Entspannung der Teilnehmer verbessert. Man lernt einfach, besser und intensiver mit seinem eigenen Körper umzugehen.

Es gibt aber noch einen weiteren positiven Aspekt: Wer bereits zweimal in der Woche regelmäßig an einem Gesundheitswanderkurs teilnimmt, kann auch noch dauerhaft abnehmen. Pro Tour werden etwa fünf Kilometer gewandert. Das klingt erst einmal sehr viel. Wer aber einmal mit dem Wandern angefangen hat, wird auch ziemlich schnell Spaß daran finden. Dann sind die fünf Kilometer auch gar nicht mehr so lang und anstrengend.

Kostenübernahme durch Krankenkasse

Zumindest teilweise werden die Kosten für einen solchen Kurs von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ein zertifizierter Gesundheitswanderkurs kostet in der Regel zwischen 80 und 100 Euro. Einen Großteil des Betrages wird von der Krankenkasse wieder erstattet. Generell ist es aber zu empfehlen, sich einfach im Vorfeld bei der zuständigen Krankenkasse zu erkundigen, ob die Kosten für einen solchen Kurs auch wirklich übernommen werden. Manchmal werden solche Aktivitäten durch die Krankenkasse auch mit Bonuspunkten honoriert. Generell setzen die Krankenkassen aber voraus, dass der Kurs von einem qualifizierten Bewegungstherapeuten geführt wird. Darüber hinaus sollten auch alle Menschen über 35 und Personen mit chronischen Erkrankungen vorher mit ihrem Arzt über das Gesundheitswandern sprechen. Dieser muss unbedingt sein grünes Licht geben.

Titelbild © Diego Cervo – shutterstock.com

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