Ursachen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen können ganz unterschiedliche Krankheiten zugrunde liegen. Vor allem aber sind es Dinge des Alltags, die Gelenken gut und auch schlecht tun können.

Abbildung 1: Das Knie ist das Gelenk des menschlichen Körpers, das am häufigsten von einer Arthrose befallen wird. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Gelenkentzündung, die irreparabel ist. Allerdings gibt es mittlerweile neue Formen der Prävention: mit Mikronährstoffen oder Hyaluronsäure.

Das tut den menschlichen Gelenken gut

Was Gelenken gut tut, ist moderate und regelmäßige Bewegung. Das bewirkt nämlich, dass die Gelenkschmiere im Gelenkspalt optimal arbeitet. Nur so können sie ihre ureigene Aufgabe, eine Schutzfunktion, gut ausführen. Zur regelmäßigen Bewegung ist eine moderate Arbeitsleistung gut für die menschlichen Gelenke und das heißt: Gelenke, die Normalgewicht tragen, haben es leichter und bleiben länger gesund als Gelenke, die immer schwer zu tragen haben. Damit kann eine ausgewogene Ernährung den Gelenken in mehrerlei Hinsicht guttun: Eine kalorienbewusste Ernährung sorgt für Normalgewicht. Zudem sollte ausreichend Kalzium zugeführt werden, um das Knochensystem nachhaltig zu stärken.

Das schädigt die menschlichen Gelenke nachhaltig

Im Grundsatz ist das Gegenteil von den Dingen, die den menschlichen Gelenken gut tun, schon eine große Menge der Punkte, die den Gelenken schaden. Überbelastung – sei es durch übermäßige, unmoderate, sportliche Belastung oder durch Übergewicht – schadet den menschlichen Gelenken. Die Folge dieser gegenteiligen Gelenkbehandlung führt zum Verschleiß der Gelenke. Im Fachjargon wird diese Krankheit als Arthrose bezeichnet. Neben diesen häufigsten schädigenden Faktoren können auch diese Punkte den menschlichen Gelenken Schaden zufügen:

  • Fehlstellungen und Verletzungen. Gliedmaßen mit Fehlstellungen können langfristig ebenfalls zu schmerzhaften Gelenkentzündungen führen. Doch auch Verletzungen, die häufig beim Sport auftreten, oder bei denen der Gelenkknorpel Schaden getragen hat, können zu belastenden und schmerzenden Gelenkschmerzen werden.
  • Gicht und weitere Krankheiten können zu einer schmerzhaften Gelenkentzündung führen.
  • Psoriasis-Arthritis kann sich durch das Rauchen ausbilden, was aus medizinischer Sicht betrachtet ebenfalls eine Entzündung in den Gelenken darstellt und als Rheuma bezeichnet wird.
  • Veranlagung und Lebensalter. Ein ganz regulärer Feind funktionierender Gelenke ist das Lebensalter eines Menschen. Das heißt, dass mit dem Alter auch Schmerzen in den Gelenken auftreten. Bei Frauen können bereits in den Wechseljahren die ersten Arthrose-Symptome auftauchen. Auch Stoffwechselkrankheiten, wie beispielsweise Gicht, können sich negativ auf die Funktionsfähigkeit der Gelenke auswirken.

Diese Gelenke sind am häufigsten betroffen

Vor allem das Knie ist das Gelenk, das am häufigsten Probleme bereitet. Hüfte, Fingergelenke und Schulter folgen. Halswirbel, Lendenwirbel und Sprunggelenk sowie der Ellbogen sind weit weniger häufig betroffen.

Abbildung 2: Schwimmen ist ein gelenkfreundlicher Sport. Er belastet die Gelenke nicht und sorgt dafür, dass die Gelenkschmiere in Bewegung bleibt und so ihre volle Schutzfunktion entfalten kann.

Der Prozess der Gelenkentzündung ist ein schleichender, der bereits mit 30 Jahren beginnen kann und je nach äußeren Bedingungen unterschiedlich stark ausfallen kann. Nur 30 Jahre später haben bereits 20 Prozent der Bevölkerung Arthrosen an Knie und Hüfte.

So äußern sich Gelenkschmerzen

Eine akute Gelenkentzündung zeigt sich in Form von Schmerzen. Das Gelenk schwillt an, wir unbeweglich, heiß und gerötet. Passiert dies, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren. Auch bei anhaltenden Gliederschmerzen, die häufig mit Gelenkschmerzen einhergehen, ist der Gang zum Arzt sinnvoll. Reihen sich zu den Gelenkschmerzen Begleiterscheinungen wie Fieber, Gewichtsverlust, Ausschlag, Müdigkeit, Durchfall, Brustschmerzen, Depressionen oder andere Symptome, ist schneller, medizinischer Rat nötig.

Mögliche Behandlungen bei Gelenkschmerzen

Eine Gelenkentzündung ist nicht per se heilbar, jedoch lassen sich die Symptome in ihrer Intensität mildern. So geht es bei jeder Form der Arthrose-Therapie darum, den Fortschritt der Erkrankung zu stoppen und die Schmerzen erträglicher zu machen. In der klassischen Medizin sind Physiotherapie, Schmerzmittel und operative Eingriffe zu verorten. Weiterhin kann eine Gewichtsreduktion helfen, schonende Sportarten wie Schwimmen oder Walken sowie Anwendungen wie etwa mit Strom, Wärme und Kälte. Klassisch ist auch eine Medikamentengabe, die vor allem die Schmerzen eindämmen soll, die mit einer Gelenkentzündung einhergehen.

Da Arthrose einen Großteil der Bevölkerung tagtäglich Schmerzen bereitet, entwickeln sich kontinuierlich weitere Behandlungsmethoden.

Abbildung 3: Es gibt durchaus eine Parallele zwischen der Mikronährstofftherapie und der Hyaluronsäure-Spritze: In beiden Fällen wird darauf aufgebaut, dass Hyaluronsäure ein wichtiger Baustein für den Gelenkknorpel ist.
  • Ein möglicher Weg könnte es sein, Arthrose durch Mikronährstoffe in ihren Ausmaßen zu bekämpfen. Das Ziel einer Behandlung von Arthrose durch Mikronährstoffe ist die Schmerzlinderung und die Verbesserung der Beweglichkeit. Durch den gezielten Einsatz von Nährstoffen soll der Knorpel sich selbst gegen den Abrieb stärken können. Wichtige Nährstoffe in diesem Zusammenhang sind Kollagen, Hyaluronsäure, Chonodroitin, Glucosamin sowie Curcumin, Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Calcium, Vitamin K und Vitamin D.
  • Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Orthopäden, wenn sie das Spritzen von Hyaluronsäure oder Kortison bei der Diagnose Arthrose verordnen. Der Ansatz ist, Hyaluronsäure zum Schutz vor einer Gelenkentzündung in den Knorpel zu spritzen. Im Fachbeitrag heißt es dazu, dass die Hyaluronsäure als Öl fungiert und so die schmerzfreie Funktion des Gelenks langfristig sicherstellen soll.

Titelbild: 123rf.com © dolgachov
Abbildung 1: pixabay.com © naturwohl-gesundheit (CC0 Public Domain
Abbildung 2: pixabay.com © Survivor (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: pixabay.com © qimono (CC0 Public Domain)

Comments

  1. Unsere Gelenke sind für uns Menschen sehr wichtig und werden leider sehr oft vernachlässigt. Schwimmen als Tipp finde ich hervorragend!
    Beste Grüße

  2. Was nicht zu vernachlässigen ist, und meistens nicht berücksichtigt wird in der Schulmedizin, ist, dass die Ernährung sehr wohl einen gewaltigen Einfluss auf den Zustand der Gelenke, bzw. vor allem auf Entzündungsgeschehen hat. In alternativen Heilsystemen werden beispielweise Rheuma und Gicht super durch richtige Ernährung verbessert. Gerade letztere ist in den meisten Fällen keine Stoffwechselkrankheit sondern einfach eine Folge von jahrelanger schlechter Ernährung.

  3. Vielen Dank für einen informativen Beitrag zu Ursachen von Gelenkschmerzen. Ich habe vor 5 Jahren eine Knieverletzung gehabt und seitdem plagen mich ab und zu Gelenkschmerzen. Gut zu wissen, dass schonende Sportarten wie Schwimmen helfen können, die Schmerzen zu lindern. Ich werde mir gerne ein Sportabo kaufen.

  4. Mit dem Alter habe ich einige Schmerzen am Knie bekommen und finde es unerträglich. Ich möchte gerne eine Lösung dafür finden. Gut zu wissen, dass Kortison angewendet werden kann. Das wusste ich nicht. Ich werde mich auf jeden Fall darüber informieren, danke!

  5. Gut zu wissen, dass es auch Arthrose Behandlungen gibt, wofür keine Operation notwendig ist. Meine Knieschmerzen sind in den letzten Zeiten schlimmer geworden. Auch wenn Gelenkentzündungen, wie Sie anführen, nicht heilbar sind, kann ich hoffentlich die Schmerzen beim Schwimmen und mit einer Gewichtsreduktion lindern. Danke für den interessanten Beitrag!

  6. Ein Freund von mir leitet an Gelenkschmerzen. Es könnte wirklich Arthrose sein. Ich habe mal gelesen, dass man es nicht komplett behandeln kann, aber dass man die Schmerzen lindern kann. Ich werde mich über die Mikronährstoffe informieren.

  7. Vielen Dank für den wertvollen Beitrag, der sehr übersichtlich die Ursachen von Gelenkschmerzen und die entsprechenden möglichen Behandlungen auflistet! Meine Tante hat zum Glück wegen der kompetenten Beratung eines Spezialisten für Kniegelenke ihre Arthrose in einem frühen Stadium entdeckt. Nun versucht sie deren Entwicklung zu verlangsamen, indem sie regelmäßig schwimmen geht.

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