Schmerzmittel im Überblick: Wirkung, Verträglichkeit und Nebenwirkungen

Gerade bei Kopfschmerzen greifen viele Menschen schnell zur Tablette. Doch welches Mittel hilft bei welchem Schmerz? Welche Nebenwirkungen gibt es und wann sollte man auf die Einnahme verzichten? An dieser Stelle wollen wir vier der meistverkauften Schmerzmittel vorstellen und einen kurzen Überblick über deren Wirkung und Verträglichkeit geben.

Paracetamol

Dieser Wirkstoff ist beliebt, wenn es darum geht, Schmerzen zu lindern und Fieber zu senken. Da er aber kaum Einfluss auf Entzündungen hat, ist es wenig ratsam ihn gegen Erkältungen oder Halsschmerzen einzunehmen. Allerdings ist er bei Spannungskopfschmerzen oder leichter Migräne hilfreich und eine Alternative zu Aspirin, das nicht alle Menschen vertragen; allerdings wirkt Paracetamol auch bei Kopfschmerzen nicht so gut wie Aspirin.

Die Dosierung sollte sich auf 4000 Milligramm pro Tag beschränken, empfehlenswert ist die Einnahme von 500 bis 1000 Milligramm. Bei Schwangerschaften ist das Medikament tabu, da es in Verdacht steht, beim Kind zu Asthma und Atemwegserkrankungen zu führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass ungeborene Jungen durch das Mittel unfruchtbar werden.

Der Abstand zwischen der Einnahme von Paracetamol-Tabletten sollte strikt eingehalten werden. Gerade bei Kindern ist es wichtig, das Mittel höchstens alle vier bis sechs Stunden zu verabreichen.
Vorsicht ist auch beim Genuss von Alkohol geboten: Paracetamol wird durch die Leber abgebaut und kann diese möglicherweise schädigen; Alkohol verstärkt diese Wirkung zusätzlich.

Aspirin

Der Klassiker unter den Kopfschmerztabletten; doch auch bei diesem altbewährten Medikament gibt es einiges zu beachten: Zunächst einmal gilt der Rat, dass dieses Medikament nicht von allen Menschen vertragen wird und man gegebenenfalls auf Paracetamol oder Ibuprofen umsteigen sollte. Das Mittel eignet sich sehr gut bei leichten bis starken Schmerzen, Fieber, Migräne und Spannungskopfschmerzen.

Da der Wirkstoff im Aspirin (Acetylsalicylsäure – oder kurz ASS) gerinnungshemmend ist, sollte er nicht in Kombination mit Rheumamitteln oder Kortison eingenommen werden. Weitere Wechselwirkungen ergeben sich durch die Kombination mit Lithium, was gegen Clusterkopfschmerzen oder Depressionen eingenommen wird. Außerdem verstärkt Aspirin die blutzuckersenkende Wirkung von Medikamenten für Diabetiker.

Auch bei Aspirin gilt die maximale Dosierung von 4000 Milligramm pro Tag. Frauen sollten acht bis zehn Stunden zwischen der Einnahme verstreichen lassen, Männer mindestens fünf. Kinder unter 14 Jahren sollten ganz auf das Medikament verzichten, ebenso Schwangere oder stillende Frauen.

Ibuprofen

Ibuprofen wirkt bei Migräne, Spannungskopfschmerzen und bei zyklusabhängiger Migräne. Es gehört zu der Gruppe der Rheumamittel und soll nach neuesten Erkenntnissen nicht zu lange eingenommen werden. Es ist ratsam, bei chronischen Beschwerden eine Behandlungspause einzulegen und auf andere Mittel zurückzugreifen. Die maximale Dosierung ist bei Ibuprofen niedriger als bei anderen Mitteln: Höchstens 2400 Milligramm pro Tag; 200 bis 600 Milligramm sind empfehlenswert.

Menschen, die eine Magengeschwür haben oder hatten, dürfen dieses Medikament nicht einnehmen. Der Grund dafür ist die schädigende Wirkung für den Magen, die durch Kortison oder Blutverdünner noch verstärkt wird. Außerdem schwächt Ibuprofen die Wirkung von Blutdrucksenkern und entwässernden Mitteln; die Wirkung von Lithium wird hingegen verstärkt.

Thomapyrin

Dieses Mittel ist eine Kombination aus mehreren Präparaten oder Wirkstoffen: Dazu gehören die bereits vorgestellten Schmerzmittel sowie Zusatzstoffe wie Koffein, Kodein oder Mittel gegen Übelkeit. Die Idee dahinter ist, dass die verschiedenen Mittel den Schmerz besser lindern sollen und zum Beispiel durch Koffein die Aufnahme der Wirkstoffe beschleunigt wird. Zudem ist es dadurch nicht nötig, verschiedene Tabletten zu nehmen. Allerdings empfehlen Kopfschmerzexperten die Einnahme eines einzigen Wirkstoffs, da sich die Nebenwirkungen durch die Verwendung von Kombinationspräparaten erhöht. Außerdem besteht die Gefahr, dass dieses Mittel zusammen mit anderen Einzelwirkstoffen eingenommen wird und sich dadurch die Wirkung unkontrolliert verstärkt; sogar die Möglichkeit einer Abhängigkeit wird wahrscheinlicher.

Fazit

Wie bei allen Medikamenten gilt auch hier, sich genau über die Neben- und Wechselwirkungen zu informieren. Die gelegentliche Einnahme sollte zwar unbedenklich sein, doch wer häufiger oder sogar regelmäßig zu Schmerzmittel greift, sollte sich ausgiebig mit diesem Thema beschäftigen. Mehr Informationen und Preisvergleiche der einzelnen Medikamente finden Sie auf http://www.apotheken-vergleich.com.

Titelbild © Sandra Besic – shutterstock.com

Comments

  1. Spannend! Ich habe mich für einen Blogbeitrag gerade auch mit dem Thema beschäftigt. Ich wusste z.B. gar nicht, dass Grippostad und Aspirin bei Kater helfen, man aber die Finger von Paracetamol lassen sollte (wie ihr schon schreibt: langsamere Entgiftung & geht auf die Leber).

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