Muskelaufbau: Die Gefahr des Übertrainings

Das Übertraining ist der größte Feind eines jeden Kraftsportlers, der Muskeln aufbauen möchte. Sicherlich muss trainiert werden, damit die Muskeln aufgebaut werden können. Jedoch müssen sich Training und Regeneration die Waage halten, denn nur dann bestehen optimale Voraussetzungen für einen langfristigen Muskelaufbau.

Viele Kraftsportler sind der Meinung, dass je mehr sie trainieren, desto mehr Muskeln bauen sich auf. Wenn sie dann bemerken, dass sich die Muskeln nicht aufbauen, wird einfach noch mehr und noch härter trainiert. Doch mit dieser Einstellung steuern Kraftsportler direkt ins Übertraining. Alsdann kann es zu folgenden Symptomen und Beschwerden kommen:

  • Appetitlosigkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Lustlosigkeit, Trägheit, Mattheitsgefühl
  • reduzierte Leistungsfähigkeit, schneller Leistungsabfall
  • Gewichtsverlust bzw. Muskelabbau
  • Unwohlsein, Konzentrationsstörungen, chronische Müdigkeit
  • Schlafprobleme

Nicht alle Symptome müssen gleichzeitig auftreten. Oftmals treten einzelne Symptome auch isoliert auf. Generell kann ein Übertraining daran festgestellt werden, dass es zu einem Leistungsrückgang kommt. Das heißt, obwohl wochenlang regelmäßig trainiert wurde, ist keine Verbesserung zu spüren.

Wichtig: Wer in solch einer Situation glaubt, er könnte diesen Leistungsabfall mit unterschiedlichen leistungssteigernden Supplementen aufheben, der irrt sich gewaltig.

Übertraining vermeiden

Um das Übertraining zu vermeiden oder auch dann, wenn sich der Kraftsportler bereits in dieser Phase befindet, können nur strikte Trainingspausen Abhilfe schaffen. Hier ist also Erholung und viel Schlaf angesagt. Zudem sollte der Trainingsplan unbedingt geändert werden, sodass ein Gleichgewicht zwischen Training und Regenerationsphasen hergestellt wird. Empfehlenswert sind kurze und intensive Trainingszeiten, wie zum Beispiel dreimal in der Woche maximal eine Stunde. Darüber hinaus sollte natürlich auch auf die Ernährung geachtet werden. Idealerweise sollten in der Regenerationszeit hochwertige Kalorien, Nährstoffe, Vitamine und Proteine zugeführt werden. Ebenso wichtig ist auch die Vermeidung von negativem Stress, denn dies kann sich nicht nur negativ auf den Muskelaufbau auswirken, sondern auch das Übertraining begünstigen.

Von dem Ziel, durch intensives und übertriebenes Training schnell Muskeln aufzubauen, sollten sich Kraftsportler verabschieden. Vielmehr sollte das Ziel sein, gesund Muskeln aufzubauen. Derjenige, der mit einem minimalen Einsatz das Maximum erreicht, wird schon bald den Erfolg verspüren.

Titelbild © belchonock – 123rf.com

Comments

  1. Wie kann man herausfinden, an welchen Faktoren ein Übertraining liegt? Vermutlich reagiert jeder Körper sehr unterschiedlich, bleibt dann keine andere Möglichkeit, als auszuprobieren, woran es liegt? Über eine Antwort würde ich mich freuen!

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